„Unser Geschäft wird individueller und aufwendiger“ – das neue Einkaufsverhalten in der Logistik

Bestellstatusabfragen, Lieferverfolgung in Echtzeit und konsequente Transparenz gehen auch an der Transport- und Logistikbranche nicht kommentarlos vorbei. Transportunternehmen erleben ein verändertes Einkaufsverhalten ihrer Kunden, das vom B2C, also dem Geschäftsbereich zwischen Unternehmern und Privatpersonen, in den B2B-Bereich, dem Geschäftsbereich zwischen Unternehmern und Unternehmern, überschwappt. „Terminbuchung, Warenstatus und vieles mehr werden heute verlangt und sind kompliziert abzubilden“, erläutern Unternehmer, die am AGGREGATOR-Programm der SVG GARAGE teilgenommen haben.

SVG GARAGE_AGGREGATOR_Neues Einkaufsverhalten_Herausforderungen

Im Rahmen des Programms wurden SVG-Kunden und Transportunternehmen zu ihren aktuellen und zukünftigen Herausforderungen befragt. Kernherausforderungen ausgewählter Themen, wie das neue Einkaufsverhalten und seine Folgen, stellen wir regelmäßig vor.

Mit Blick auf ihre Kunden nennen die Unternehmer in der qualitativen Befragung vor allem die neuen Anforderungen nach Transparenz, Verfügbarkeit, Komfort und Schnelligkeit als Herausforderungen. Darüber hinaus kommen immer mehr digitale Konkurrenten auf den Markt, die diese Anforderungen bereits zu Gunsten ihrer Kunden umsetzen:

  • Spontanität und Individualität sind gefragt: Kunden erwarten einen Dienstleistungskomfort á la Amazon. Die Forderung nach vollkommener Transparenz im gesamten Lieferprozess erschwert den Unternehmern eine flexible Disposition. Zusätzlich zur eigentlichen Vertragsleistung werden von den Kunden Services, wie z.B. Terminlieferung und Warenverfolgung, gefordert, die Unternehmen vor Herausforderungen stellen.

  • Digitale Plattformen verändern das Marktgleichgewicht in der Branche. Die neuen Player bieten Services, die von Verladern als Mehrwert betrachtet werden, und konnten ihre Marktmacht und ihr Angebot in den letzten Jahren daher deutlich ausbauen. „Digitale Speditionen bieten einen Mehrwert, der von unseren Kunden bezahlt wird. Diesen Mehrwert können klassische Transportunternehmen auch bieten, wenn sie ihre Kräfte bündeln“, ergänzt ein Teilnehmer des AGGREGATOR-Programms.

  • Differenzierung über Mehrwerte: Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Unternehmen über ihre Leistungen differenzieren. Die reine Transportleistung, (also Ware von A nach B zu transportieren) wird nach Angaben der AGGREGATOR-Teilnehmer nicht immer als genügender Mehrwert wahrgenommen.

Der Wandel in den Kundenanforderungen führt also dazu, dass Transportunternehmen in einen härteren Wettbewerb treten und ihre Dienstleistungen um Zusatz-Services ergänzen müssen. Fest steht, dass sich Unternehmen diesen geänderten Anforderungen nach Transparenz, Schnelligkeit und Komfort bewusst sind.

Die Antworten aus den AGGREGATOR-Befragungen geben einen guten Einblick in die aktuellen und zeitnahen Herausforderungen von Transportunternehmen. Auf ihrer Basis können bestehende Lösungen aus der Technologie- und Gründerszene vermittelt und nach neuen Ansätzen gesucht werden.

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