• Team SVG GARAGE

Wer führt ein selbstorganisiertes Team?


(c) pexels Polina Zimmermann

Selbstorganisierte Teams stehen im Gegensatz zur klassisch hierarchischen Führung. Statt Top-Down Entscheidung der Führungskraft, navigiert sich das Team selbstständig. Dies bedeutet nicht, dass selbstorganisierte Teams struktur- oder regellos sind. Sie integrieren Führungsaufgaben in das Teamgefüge und schaffen so die Strukturen und Regeln, die das Grundgerüst für ihre Zusammenarbeit bilden. Als Team SVG GARAGE leben wir die Vor- und Nachteile eines selbstorganisierten Teams und zeigen auf, was Selbstorganisation für uns bedeutet.


Was bedeutet Selbstorganisation?

Selbstorganisation meint die Fähigkeit, selbstbestimmt handeln und Lösungen finden zu können. Damit steht diese Art der Zusammenarbeit im Gegensatz zur klassisch hierarchischen Führung. Bei hierarchischer Führung wird in enger Abstimmung zum Vorgesetzten gearbeitet. Selbstorganisierte Teams strukturieren sich oftmals ganz ohne Führungskraft. Sie betreuen also nicht eine einzelne Person mit der Führung, sondern verteilen die Verantwortung auf die gesamte Gruppe.


Dabei ist es wesentlich, dass das Team die Verantwortung für Projekte und Entscheidungen selbst trägt. Das befähigt die Teammitglieder, ihr Wissen und ihre Potentiale in jede Projektstufe einzubringen. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass das Team für Kritik genauso adressiert wird wie für Lob.


Selbstorganisation verlangt nach einer agilen Umgebung

Um ein Team ohne Führungskraft zu leiten, bedarf es einer Reihe von Regeln und Strukturen, die Kommunikation und Kollaboration sicherstellen. Diese Regeln hängen von der Teamzusammensetzung (z.B. interdisziplinär vs. cross-funktional, juniorig vs. seniorig) ab. Je nach Ausprägung fordert das Teamgefüge strengere Strukturen oder lässt sich von loseren Zügeln leiten. Eine agile Umgebung, die es ermöglicht, schnell auf Änderungen und Defizite zu reagieren, stärkt dabei die Basis selbstorganisierter Teams.


Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist es wichtig, Defizite effektiv aufzudecken und Hindernisse effizient aus dem Weg zu räumen. Im Team nutzen wir dafür Retrospektiven (=Rückblicke). In den Rückblick-Formaten schauen wir regelmäßig auf den Prozess: Was lief gut, was lief schlecht, was können wir optimieren?


„Ein Team zur Selbstorganisation zu führen bedeutet für Führungskräfte, aber auch für alle Teammitglieder harte Arbeit. Dazu sind viele Anpassungs-Schleifen notwendig, bis es für alle gut passt“, erklärt Katharina Reimann von Leanspirit Trainings. Als Trainerin für digitale Zusammenarbeit hat sie das Team der SVG GARAGE auf diesem Weg begleitet. „Es war spannend zu sehen, wie sehr sich die Feedback-Kultur im Team verbessert hat. Hier hält sich niemand zurück, dennoch bleibt es immer sehr konstruktiv. Für mich ist das, neben hoher Eigenverantwortung, einer der Erfolgsgaranten für Selbstorganisation.“ 


Verantwortung, Teilhabe und Motivation werden gefördert

Selbstorganisierte Teams verteilen die Aufgaben, die für gewöhnlich von der Führungskraft bearbeitet werden, auf die Gruppe. Das erfordert mehr Teilhabe und Verantwortung im gesamten Team.


  • Verantwortung und Entscheidungsfreiheit als Motivator: Projekte werden in Eigenverantwortung weiterentwickelt, Entscheidungen federführend geleitet. Die dazugewonnene Verantwortung und Entscheidungsfreiheit fördert die Mitarbeitermotivation.

  • Kommunikation stärkt das Teamgefüge: Die Kommunikation verläuft in selbstorganisierten Teams nicht mehr vertikal über die Führungskraft, sondern horizontal vernetzt im gesamten Team. Das fördert den Austausch und den Teamzusammenhalt.

  • Teilhabe und Transparenz in der Zusammenarbeit: Entscheidungen und Ideen werden nicht mehr nur mit der Führungskraft, sondern im gesamten Team diskutiert und getroffen. Dadurch ist jeder über die Themen der anderen informiert.

Selbstdisziplin und Kommunikation ist gefragt

Wenn es niemanden gibt, bei dem Projekte, Informationen und Entscheidungen zusammenfließen, müssen neue Wege für Austausch und Kommunikation gefunden werden.


  • Kommunikation ist das Maß der Dinge: Um den Kommunikations- und Informationsfluss aufrecht zu erhalten, müssen Projektteams aktiv ins Team und die Organisation kommunizieren. Eine Führungskraft, die das Wissen gebündelt weitergibt, gibt es nicht.

  • Selbstdisziplin als Grundvoraussetzung: Jedes Teammitglied ist Herr über den Erfolg seiner Tätigkeit. Mehr Verantwortung verlangt nach mehr Selbstdisziplin.

  • Teamgröße bedingt Strukturgerüst: Je größer selbstorganisierte Teams werden, umso schwieriger wird es, Interessen, Projekte und Informationen transparent darzulegen und abzustimmen. Bei zunehmender Teamgröße empfiehlt sich ein gefestigtes Regel- und Strukturgerüst.

Fazit: Für die Zusammenarbeit in selbstorganisierten Teams eignet sich eine transparente, kommunikative und feedbackorientierte Teamumgebung besonders gut. Mit der notwendigen Reflexion können Prozesse hinterfragt und neue Strukturen geschaffen werden, die auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit einzahlen.


Im Team SVG GARAGE arbeiten wir selbstorganisiert. Dabei helfen uns Meetingformate wie Stand-Ups, Retrospektiven und Reviews, um Informationen zu Projekten und Prozessen transparent zu teilen. Gerne erklären wir Dir genauer, wie wir uns als Team organisieren – melde Dich: garage@svg-sued.de. Wir freuen uns von Dir zu hören!
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